Stimmung im Immobiliensktor in Kontinentaleuropa bleibt dank ├╝berwiegend robuster Wirtschaftsdaten positiv

ZURICH (July 24, 2018) — LaSalle Investment Management („LaSalle“), der weltweit führende Investmentmanager im Immobilienbereich, ist für den Immobilienmarkt in Kontinentaleuropa weiterhin optimistisch – obwohl sich im ersten Halbjahr 2018 einige negative Einflussfaktoren bemerkbar gemacht haben. Das ist umso bemerkenswerter, da sich die Aussichten vor Jahresbeginn bereits auf einem Allzeithoch befanden. Doch die positiven Effekte überwiegen, der Immobiliensektor ist gesund. Zu dieser Einschätzung kommt der strategische Halbjahres-Investment-Bericht („Investment Strategy Annual, ISA) 2018 von LaSalle.

Mahdi Mokrane, Head of Research & Strategy für Europa bei LaSalle, kommentiert: „Die grundsätzlichen Wirtschaftsdaten für Kontinentaleuropa sind robust. Selbst wenn in der Eurozone die Wachstumsdynamik nachgelassen hat, bleiben wir für den Immobilienmarkt positiv.“

Als moderate Wachstumsbremse hat sich der starke Euro erwiesen. Darunter leiden vor allem exportorientierte Nationen wie beispielsweise Deutschland. Auch lange Phasen der Unsicherheit, wie kürzlich in Italien, als im Land zunächst das politische Leben in Wahlkampf und Regierungsbildung erstickte und anschliessend eine eurokrische Regierung entstand, dämpfen die Stimmung. „Das neue Bündnis aus Lega Nord und 5-Sterne-Bewegung wird nicht die Spielräume haben, alle Wahlkampfversprechen umzusetzen. Der Schuldenstand Italiens lässt im Grunde keine grundlegende Kursänderung zu. Italien stellt aus unserer Sicht keine Bedrohung für die Eurozone dar“, sagt Mokrane von LaSalle.

Eine für das zweite Halbjahr zu nennende Unbekannte ist die Entwicklung der Brexit-Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königkreich. Keiner der Beteiligten kann sich einen ungeordneten Ausstieg vorstellen, gleichwohl gilt es, auch für dieses Szenario Vorkehrungen zu treffen. Derzeit profitiert der Londoner Immobilienmarkt von der Brexit-indizierten Währungsentwicklung: Für Investoren scheinen die Office-Renditen in London derzeit vergleichsweise attraktiv, im Vergleich zu historischen Marken, aber auch im Vergleich zu anderen Metropolen in Europa. Überhaupt lohnt nach Einschätzung von LaSalle der Blick über die Grenzen. Frankreich beispielsweise kann für Schweizer Investoren auch langfristig ein attraktives Anlageziel sein. Etwas anders die Situation in den USA: Zwar läuft dort aktuell der Wachstumsmotor auf hohen Touren, aber bei der mittelfristigen Perspektive bleibt LaSalle abwartend. Faktoren wie etwa der Handelsstreit zwischen der EU und den USA, sowie die Diskussion um Zölle auf Aluminium und Stahl sorgen zwar für Schlagzeilen, machen sich aber wirtschaftlich kaum bemerkbar: Im weltweiten Vergleich beziehlt die EU gerade einmal 3% ihres Stahls und Aluminiums aus den USA, und exportiert lediglich 10%.

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone betrug im März lediglich 8,5%, der niedrigste Stand seit fast zehn Jahren. In einigen Ländern wird ausserdem die Erwerbsbeteiligung weiter zunehmen, in Folge werden Löhne undf Gehälter moderat ansteigen. Der Blick auf die Inflation – die im April weiter bei 1,2% verharrt – zeigt, dass sich die Eurozone vorerst nicht mit steigenden Preisen wird arrangieren müssen. Schliesslich bewegen sich auch Investitionsvolumen und Kapazitätsauslastung im Euroraum auf einem robusten Niveau und sprechen in Summe für eine Fortsetzung des Aufschwungs.

Einer der Schlüsselmärkte für Kontinentaleuropa ist Deutschland. Hier sieht LaSalle belastbare Gründe für Optimismus: Die Exporte kommen wieder auf ihr in der Vergangenheit bereits hohes Niveau heran, und auch das Verbrauchervertrauen steigt – ebenso in der übrigen Eurozone. Ein weiterer positiver Faktor für Deutschland dürfte die Zuwanderung sein, sagt Mokrane: „Einerseits lassen Flüchtlinge die Bevölkerungszahl anwachsen – andererseits ist Deutschland aber auch für Zuwanderer aus anderen Europäischen Ländern attraktiv. Diese bringen nicht nur Wissen und Arbeitskraft mit, die auf dem weiter boomenden Arbeitsmarkt dringend gebraucht wird. Sie sorgen auch für eine steigende Nachfrage nach Wohnraum und Konsumgütern. Schliesslich scheint sich die Geburtenrate zu stabiliseren und sinkt nicht weiter. Das hat natürlich Auswirkungen auf langfristige strategische Anlageentscheidungen.“

LaSalle rechnet für die Eurozone 2018 weiter mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 2,2%. In diesem wirtschaftlichen Klima gedeihen auch die Fundamentaldaten der Immobilienbranche. Insbesondere im Bereich Büro (Office) und Industrie sind geringere Leerstandsraten und Mietsteigerungen zu erwarten. Zu den Städten mit den besten Aussichten in diesem Sektor dürften (in alphabetischer Reihenfolge) Barcelona, Berlin, Brüssel, Edinburgh, Madrid, Mailand, Rom und Stuttgart zählen. Insgesamt rechnet LaSalle für Kontinentaleuropa in den nächsten 18 bis 24 Monaten mit weiter steigenden Mieten. Investoren können solide Eträge erwarten, die Anlageperformance steigt in den nächsten zwei bis drei Jahren. Nach 2020 könnten sich Nutzer- und Kapitalmarkt unterschiedlich entwickeln, mit mäßigem Mietwachstum und leicht steigenden Renditen.

Jacques Gordon, Global Head of Research and Strategy bei LaSalle, sagt: „Die Immobilienmärkte sind strukturellen, sektoralen und konjunkturellen Veränderungen unterworfen, haben sich aber 2018 bislang als durchaus anpassungsfähig gezeigt. Unsere Aktualisierung zur Jahresmitte zeigt, dass sich Core-Immobilien im Vergleich zu anderen Anlageklassen weiterhin auf einem angemessenen Niveau entwickeln, und dass die Portfoliorenditen von Immobilien profitieren, wenn man ein gewisses Risiko in Kauf nimmt. Das Muster von korrelierenden globalen Wachstum könnte wegen drohender Handelskriege, geopolitischen Spannungen und einer unterschiedlichen Exposition gegenüber steigenden Preisen ein Ende finden. Unser Update zeigt, dass sich in den letzten sechs Monaten die Wahrscheinlichkeit erhöht hat, dass sich Länder unterschiedlich entwickeln, da in diesem Zeitraum sowohl positive als auch negative Trends zu verzeichnen sind."

About LaSalle Investment Management 

LaSalle Investment Management, Inc. (together with its global investment advisory affiliates, “LaSalle”) is one of the world’s leading real estate investment managers. LaSalle on a global basis manages approximately $60 billion as of Q1 2018 of private and public equity and private debt investments. LaSalle’s diverse client base includes public and private pension funds, insurance companies, governments, corporations, endowments and private individuals from across the globe. LaSalle sponsors a complete range of investment vehicles including separate accounts, open- and closed-end funds, public securities and entity-level investments. LaSalle Investment Management, Inc. is a wholly-owned, operationally independent subsidiary of Jones Lang LaSalle Incorporated (NYSE: JLL), one of the world’s largest real estate companies. For more information please visit www.lasalle.com

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